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EIN KIND VERÄNDERT ALLES.

Zwei Jahrzehnte lang hatte der Hartz-IV-Empfänger Hans D. alles daran gesetzt, "die Kerben in seinem Gedächtnis" zu löschen, seine Kinder zu vergessen und sich aus der Welt zu verabschieden, doch eine schockierende Entdeckung zwingt den Soziopathen dazu, im Nu Verantwortung zu übernehmen und zurückzukehren in die Gesellschaft.

Hans findet einen Säugling, abgelegt in einer Mülltonne. Er zieht das Baby aus dem Dreck, und schon setzt eine Verwandlung ein: Die Sorge um das Baby gibt seinem Leben Sinn, und die Selbstrettung beginnt. Hans ist entschlossen, das Findelkind vor den Polizeifahndern zu verbergen. Er weiß, dass er sich strafbar macht. Doch welches Recht befugt den Retter und seine Mitwisser, die des Mordes verdächtigte Kindsmutter im Unklaren zu lassen über den Zustand ihres Säuglings? Wann schlägt Fürsorge in Bevormundung um? Darf man einem Kind später die verletzende Wahrheit über seine Aussetzung ersparen?

In Rückblenden lässt Uhly Szenen aus dem vergeudeten Leben seines Protagonisten aufscheinen. Hans hatte nie um ein geteiltes Sorgerecht für die eigenen Kinder gekämpft. So drängt sich die Frage auf, ob sein später Altruismus nicht bloß einen eingefleischten Egoismus kaschiert. Eingestreute Träume und der Ausweis des verträglichen Ende als Fiktion machen unabweisbar klar, was "Glückskind" ist: ein großartiges poetisches Werk.

 

Eintritt 6 EUR.

Die Veranstaltung findet am 23. Februar in der Buchhandlung Buch & Bohne, Kapuzinerplatz 4 (Eingang Häberlstrasse), ab 19.00 Uhr statt. Der Eintritt kostet 6 EUR. Bitte melden Sie sich telefonisch unter 089/37 41 40 60 oder per Mail an. Diese Veranstaltung wird vom Kulturreferat der Stadt München gefördert.

 

(c) R. Solms

Steven Uhly.

STEVEN UHLY, wurde am sechsten Juni 1964 in Köln geboren. Sein Vater ist Bengale aus Chittagong, seine Mutter Deutsche aus Gerolstein. Uhly wuchs mit seiner Mutter und seinem spanischen Stiefvater auf. Nach dem Abitur verbrachte er ein Jahr in Valencia (Spanien), wo er sich zum Dolmetscher und Übersetzer ausbilden ließ. Anschließend studierte er spanische, portugiesische und deutsche Literaturwissenschaften in Köln, Bonn und Lissabon. Ab 1995 erhielt Uhly ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.

2002 übernahm er die Leitung des deutschen Instituts der Bundesuniversität in Belém do Pará. Er blieb viereinhalb Jahre in Brasilien. Nach seiner Rückkehr gründete er gemeinsam mit seiner Frau den Münchner Frühling Verlag, der sich vor allem mit der Herausgabe der Reihe einmaleingedicht einen Namen gemacht hat.

2010 erschien Uhlys Debütroman "Mein Leben in Aspik", sein zweiter Roman "Adams Fuge" erlangte im November 2011 plötzliche Aktualität, als durch die terroristischen Aktivitäten der rechtsradikalen NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) deutlich wurde, dass die Roman-Handlung die systematische Ermordung von Türken und anderen Ausländern in Deutschland, die dubiose Rolle der V-Leute des Verfassungsschutzes und das Verwirrungsspiel der rechten Szene (Rechte verkleiden sich wie Linke) treffend vorwegnimmt.

Steven Uhly lebt mit seiner Familie in München.

Geschrieben von Ronald Geier • Montag, 4. Februar 2013 • Kategorie: Entdecken.

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