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BÖRSENVEREIN ZEICHNET BESTEN DEUTSCHSPRACHIGEN ROMAN DES JAHRES AUS.

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2012 ist Ursula Krechel. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Landgericht“ (Jung und Jung). „Ursula Krechel erzählt in ihrem Roman Landgericht die Lebensverwicklung des aus dem Exil zurückkehrenden Richters Richard Kornitzer. Er ist vom Glauben an Recht und Rechtsstaatlichkeit durchdrungen und zerbricht, als er in der Enge Nachkriegsdeutschlands den Kampf um die Wiederherstellung seiner Würde verliert. Die Sprache des Romans oszilliert zwischen Erzählung, Dokumentation, Essay und Analyse. Bald poetisch, bald lakonisch, zeichnet Krechel präzise ihr Bild der frühen Bundesrepublik – von der Architektur über die Lebensformen bis hinein in die Widersprüche der Familienpsychologie. Landgericht ist ein bewegender, politisch akuter, in seiner Anmutung bewundernswert kühler und moderner Roman“, so die Begründung der Jury.

„Literatur braucht Mut, und das in vielerlei Hinsicht“, sagte Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Vorsitzender der Akademie Deutscher Buchpreis, bei der Begrüßung der rund 300 Gäste im Kaisersaal des Römers. „Den größten Mut aber haben ohne Frage die Autoren selbst, die ihre Romane der literarischen Preisdebatte gestellt haben. Dafür und für ihre wirkmächtigen Werke möchte ich den für den Deutschen Buchpreis nominierten Autoren und der Autorin danken. Die in den letzten Jahren entstandene deutsche Literatur hat die Probe bestanden, der sie sich mit der Einrichtung des Deutschen Buchpreises gestellt hat. Sie hält jeder literarischen Debatte stand, wirkt weit über die deutschen Sprachräume hinaus und hat eine ganz eigene, nicht mehr wegzudenkende Vernehmbarkeit gewonnen.“

 

 

(c) Jung und Jung Verlag GmbH, www.jungundjung.at

Ursula Krechel

Ursula Krechel studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Köln. Bereits während ihres Studiums, das sie 1972 mit der Promotion abschloss, verfasste sie Beiträge für den Westdeutschen Rundfunk und den Kölner Stadt-Anzeiger. Von 1969 bis 1972 war sie Dramaturgin an den Städtischen Bühnen in Dortmund und leitete Theaterprojekte mit jugendlichen Strafgefangenen. Ab 1972 lebte sie als freie Schriftstellerin in Frankfurt am Main. Die Lyrik, anfangs noch von Frauenbewegung und neuer Subjektivität, später häufig vom Surrealismus beeinflusst, bildet den Schwerpunkt von Ursula Krechels Werk. Darüber hinaus hat sie Prosa, Theaterstücke und Hörspiele veröffentlicht.

Ursula Krechel lebt in Berlin.

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Geschrieben von Ronald Geier • Dienstag, 9. Oktober 2012 • Kategorie: Empfehlen.

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